Medienkompetenz

Das Medienkompetenz-Konzept ist seit der Einführung des Begriffs durch Baake unangefochten der zentrale Begriff aller medienpädagogischen Debatten. Dass er dabei zeitweise schillernd-unbestimmt benutzt, mal als kompensatorische Geheimwaffe gegen alle möglichen Sozialisationsdefizite postuliert, mal als standortrelevanter Beitrag der Bildungspolitik gesehen und überhaupt inhaltlich höchst divergent gefüllt wird, hat der Akzeptanz in Fachwelt wie Öffentlichkeit erstaunlicherweise keinen Abbruch getan. Fakt ist: zum Konzept Medienkompetenzen gibt es derzeit keine Alternative. Ebenso unstrittig ist, dass dieser Begriff – gleich welche Fassung zu Grunde gelegt wird – ein ganzes Bündel von Kompetenzen (bei Baake "Dimensionen" und – logisch nicht ganz stimmig – "Unterdimensionen" genannt) umfasst, die jeweils altersangemessenen an verschiedene Zielgruppen zu vermitteln sind. Zentrale Streitpunkte in den Debatten um Medienkompetenz sind einerseits die Inhalte (welche Kompetenzen im Detail vermittelt werden sollen) und die Operationalisierung der Vermittlung sowie – pragmatisch wie theoretisch ebenso relevant – die Frage der Messbarkeit der Effekte von medienpädagogischen Projekten zur Vermittlung von Medienkompetenz.

5.12.08 19:02

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